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Tropfen hastig über die rechte Schulter. Dieß Manöver wiederholte er, zum Erstaunen Fedors und großer Belustigung Mazuchelli's, dreimal hintereinander. Bei dem erstenmale lächelte der Major, bei dem zweitenmale lachte er laut; der Alte ließ sich indeß nicht stören, er setzte sich auf die hölzerne Bank, und rief, als er fertig war:Nun Kinderchen, langt zu! Wohl bekomm Euch die Suppe, wenn Ihr brave Soldaten und unserer allergnädigsten Mutter, der Kaiserin er­geben seid; wo nicht, so möge sie Euch der Teufel gesegnen."

Fedor ließ vor Ueberraschung, ob des so naiv ausgesprochenen Wunsches, den Löffel in die Schüssel fallen; Mazuchelli lachte, daß er sich die Seiten halten mußte.

Alterchen!" rief er, als er von dem Lachen wieder zu sich kam. Du mußt uns in dem Lager besuchen! Du bist ein so drolliger Kauz, daß ich durchaus noch öfter Deine Gesellschaft genießen muß. Ich denke, wir wollen noch manchen guten Spaß zusammen haben."

Hm! dazu kann Rath werden;" entgegnen der Russe, indem er tapfer in die Schüssel fuhr und die Fischsuppe mit großem Wohlge­fallen zu verschlingen schien.Ich denke nur, Suwarow wird Euch zu vielem Spaßen und Faseliren nicht eben Zeit lassen. Der Alte kann nicht lange Ruhe halten, und da hetzt er denn auch die Andern, die sich am liebsten mit Wein und Kartenspiel die Zeit vertreiben. Dafür sind ihm dann die Leute, welche am liebsten die militairischen Zuschauer abgeben, ohne selbst die Haut besonders zu Markte tragen zu wollen" hier ließ er das Auge über Mazuchelli gleiten oder die Muttersöhnchen aus Petersburg, die einen Geruch ver­breiten, als ob sie ein lebendiger Pomadenkübel wären" hier blickte er auf Fedorgar herzlich gram. Sie haben auch im Ganzen nicht unrecht; er ist ein widerhaariger, verdrüßlichcr, fataler, alter Kauz und ich verdenke es Niemand, der ihn unausstehlich findet."

Heger. Winterabende. II. 1