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„Wirklich?" rief Suwarow erfreut. „Nun der Herr sei gelobt!"
Mit diesen Worten zog er ein Bild der Kaiserin aus dem Busen, bekreuzte sich, küßte daö Portrait ehrfurchtsvoll, bekreuzte sich nochmals, und schob es dann wieder an den vorigen Ort. — Fedor fand daö Benehmen des Generals sehr ausfallend; er hätte sich kaum deS Lächelns erwehren können, aber er hatte in Petersburg schon so viel von den Sonderbarkeiten des in seiner Art so ausgezeichneten Feldherrn gehört, daß er im Stande war, die Lachlust augenblicklich niederzukämpfen. Der General hatte sich indeß an den Major gewendet.
Nach nur kurzem Hin- und Herreden verließen unsere Bekannten den General. Fedor war bezaubert von dessen Güte und Freundlichkeit. Er hatte sich ihn ganz anders gedacht. War das der Mann, den iiian ihm als eine Art Wilden geschildert, von dem eine Menge Anekdoten, eine immer ausfallender wie die andere, von Mund zu Mund gingen; welcher seinen Umgebungen kein freundliches Wort gönnen sollte? — Fedor sah in ihm einen lebensmuthigcn, kriegerischen, dem Dienst seiner, wie eine Gottheit verehrten Monarchin ergebenen Greis, voll Würde und tüchtigen Selbstbewußtseins; einen geschickten General, der eine besondere, oft ausfallende Außenseite annehme, um desto besser seine tiefer liegenden Pläne dem Uneingeweihten zu verbergen. — Maznchelli lachte laut aus, als Fedor ihm seine Bewunderung Suwarow's mittheilte. Weit entfernt sie zu theilen, ließ er ihm nicht einmal Gerechtigkeit widerfahren.
Sowohl eine am folgenden Tage vorgenommene Rccognoscir- ung, bei welcher Fedor eine besondere Geschicklicbkeit und Gewandtheit zeigte, sowie eine für so junge Krieger große Ruhe, die er bei einer, mitten im Kugelregen vorzunehmenden Arbeit behauptete, als auch der Diensteifer, den er anderweittg entfaltete, dienten dazu, ihm die Gunst des Generals zuzuwenden. Suwarow übertrug ihm Ar-

