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thaten durch das Bcndcrsche Thor einen Ausfall. Schon waren Mehemet Pascha von Kilia und Achmet Lutsalla mit einer Schaar von mehr als tausend Dehli's (Verwegne, wirklich Tolle) hinaus- gesprengt, als Suwarow selbst, an der Spitze zweier Regimenter leichter Reiterei herbeieilte und nicht achtend der den Weg versperren­den Hecken und Wolfsgruben, den Türken in die Flanke fiel. Fast Alle stürzten unter den Lanzen der Kosaken vom Don, oder unter den Säbeln der Woronischen Husaren. Da die wenigen Fliehenden Miene machten, sich in der Nähe des Thores festzusetzen und letzteres zu verschließen, so befahl Suwarow der Kavallerie: abzusitzen und mit dem Säbel und der Lanze in der Faust an dem Sturme Theil zu nehmen. Das kühne und in dieser Art fast unerhörte Mannöver glückte und die Reiterei erstürmte, zu Fuße fechtend, Thor und Wall.-

Jetzt graute der Tag und Freund und Feind konnten alle Schrecken des Sturmes und dessen Fortwüthen mit eigenen Augen überschauen. Die stürmenden russischen Heersäulen konnten ihre Be­wegungen kombiniren und sich gegenseitig unterstützen. Ost wurden von zweien derselben die, keinen Fuß breit weichenden Türken, zwischen zwei Feuer genommen und bis auf den letzten Mann nieder­geschmettert. Sie gefangen zu nehmen war unmöglich, denn viele stürzten sich wie Rasende in die russischen Reihen, suchten ihre Gegner bei der Brust oder der Kehle zu fassen und mußten, wie wüthende Wölfe, schon auf der Erde liegend, mit Bajonnctten durchbohrt werden.Der Anblick der Stadt war in diesem Augenblicke grausen- hast und die Sprache hat nicht Worte, um ihn genügend zu schil­dern. Uebcrall Brand, Kampf und Tod. Sechs russische Sturm- kolonnen, daS ganze russische Heer, hatten die Wälle überstiegen, aber die Stadt war noch nicht crodert. Das Gemetzel dauerte fort. Von Straße zu Straße, von Haus zu Haus wurden die Türken gedrängt,