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Ganges, der nach der Aushöhlung führte. „Hier ist Dein Kamerad, die neue Nr. 77. Bringe ihn vor Ort und zeige ihm, was nöthig ist." -
Fedor erhob sich. Er hörte die Tritte deS sich entfernenden Ein- fahrcrS, so wie deS sich nähernden Gefangenen. Die Lampe in der einen, die Haue und das Fäustel des Neuankommenden in der andern Hand, ging er dem Genossen seines Elends entgegen. Eben wollte er ihn anreden, ihn anweisen, ihm vor Ort zu folgen, als fast in gleichem Momente Beide die Grubenlampen erhoben und einander ins Gesicht sahen. — In diesem Augenblicke erfolgte von Beiden gleichzeitig ein AuSruf deS Entsetzens. Der schaurige Ruf brach sich an der Decke des Gewölbes und verhallte weithin in den Gängen deS Bergwerks. Fedor und Mazuchelli standen einander gegenüber. —
Fast eine Minute sahen sie sich an, ohne ein Wort zu sprechen, doch plötzlich setzte Fedor die Lampe nieder, er warf das Fäustel zu Boden, wie ein junger Tiger sprang er auf Mazuchelli zu und indem er ihn, mit Macht bei der Brust packend, auf die Knie niederstürzte, schrie er, die Haue schwingend, mit Donnerstimme: „Elender, die Stunde der Vergeltung ist gekommen!" —
Schon beschrieb die im Lampenlicht glitzernde Haue um Ma- zuchelli's Haupt einen leuchtenden Kreis; noch ein Moment und sie sauste zu einem tödtlichen Schlage herab, aber plötzlich ließ Fedor den Arm sinken. Die Stimme des Gewiffens besiegte die Furien der Rache, die in seinem Innern tobten.
Er warf ihm Haue und Fäustel zu Füßen, drückte ihm die Lampe in die Hand und winkte ihm, nachzukommen.
Schweigend raffte der Major die Werkzeuge auf und ging langsam dem Vorangehenden nach.

