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„Hier" rief endlich Fedor, als Beide an dem Arbeitsorte angekommen waren, „hier ist Deine Laufbahn! —
Ohne ein Wort zu sprechen, ließ sich Mazuchelli auf die Knie nieder und begann einen mächtigen Felsblock zu unterschrämen. — Fedor verließ den Elenden und ging an seine Arbeit.
Diese wollte indeß heute weniger wie sonst vorwärts rücken. Ganz eigenthümliche Ideen durchkreuzten seinen Kopf. Das Blut jagte in seinen Adern und doch fühlte er heute eine Art Beruhigung, die er bis jetzt in seinen Leidenstagen noch niemals empfunden hatte. Es war nicht allein der Gedanke, daß das Geschick ihn auf eine wunderbare Weise gerächt, indem es dem Manne, der Fedor'n in's Elend gestürzt, dasselbe Loos bereitet hatte; es war eine leise aufdämmernde Hoffnung, daß die Schuld Mazuchclli's vielleicht seine eigene Unschuld an den Tag zu bringen im Stande sein könne.
Während Fedor diesen Gedanken nachhing, hörte er plötzlich eilige Schritte den langen Gang daher tönen. Er schrak zusammen, er fürchtete die Vorwürfe des Aufsehers, da er heute viel weniger, wie sonst gearbeitet hatte. Die Schritte richteten sich nach Fedor's Arbeitsorte.
„Heda, Nr. 76!" rief Thimotji, den wir schon früher kennen lernten. „Ich glaube, daß für Dich irgend eine gute Botschaft angekommen. Ich war eben im Begriff einzufahren, als eine Klbitka mit einem Offizier von Nertschinsk kommend, in den Hof fuhr. Der Angekommene begab sich eilig zu dem Obcrbeamten und wenig Augenblicke nachher hörte ich, daß Deine Schwester Anastasia eben so schnell hingerufen wurde. Gewiß ist eine Nachricht angekommen, die auf Dich Bezug hat." ,
Fedor blieb sprachlos bei der Anrede des Aufsehers. Unwill- kührlich sank er an die Felsenmauer des Ganges, er fühlte seine Pulse bis an die Schläfe pochen. — Während Thimotji ihm nun

