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so andächtig gebetet?"Für meinen Vater!" antworlelc der Knabe mir Thränen in den Augen.-Wer ist denn Dein Vater?"

fragte Herr Laurmtius weiter.Mein Vater ist der Tag­

arbeiter Starts" war die Antwortund wir wohnen auf der Marklgasse in Nr. Jt>. Drei Treppen hoch. Ach, mein Vater ist 9 sehr krank; er hat das Nervenfieber und die Mutter hat gesagt, er

werde wol bald sterben. Einen Arzt können wir nicht holen, denn wir haben kein Geld, um ihn und die Arzneien zu bezahlen. Ach, der gute Vater muß recht viel leiden! Er kennet uns schon oft nicht mehr. Bald redet er von der Jagd, bald von einer großen Reise, bald von seinen Arbeiten. Und was soll aus der guten Mutter, was soll aus uns Kindern werden, wenn der Vater sterben sollte!" -Wie alt bist Du" - fragte Laurentius theilnehmcnd und wie heißest Du?"Ich bin noch nicht zwölf Jahre alt und heiße Georg;" antwortete der Knabeaber wir find zusammen vier Geschwister."Nun, da ich sehe, daß Du ein so guter und frommer Knabe bist," sagte Laurentius zu ihm der es gewiß mit seinen Aeltern recht gut meint, so will ich Dir hiermit ein kleines Geschenk machen. Geh' jetzt nach Hause, gieb dieses Geld hier Deiner Mutter, damit sie für den kranken Vater und dann für Euch das Nothwendigste kaufen kann. Morgen werde

icb selbst zu Euch kommen und sehen, wo ich Euch noch weiter helfen kann." Mit diesen Worten gab der redliche Menschenfreund Laurentius dem Knaben den sogenannten Weihnachtsthaler. Herz­lich dafür dankend, mit Freudenthräncn in den Augen, die Mütze unter den linken Arm geklemmt und sich höflichst gegen den unbe­kannten Wohlthäter verneigend, eilte nun Georg schnell nach Hause, um dort zu befolgen, was ihm wegen der Benutzung deö Geldstücks angcrathen worden war.

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