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Hocherfreut in seinem Herzen durch den Gedanken, diesmal seinen Weihnachtsthaler gut angebracht zu haben, ging jetzt Laurentius dem Markte zu. Auf demselben angekommen, zerstreuten ihn die ver schiedenen Gegenstände, die er da erblickte. Große, hell erleuchtete Luden, voll von allerlei schönen Spielwaaren, zogen seine und die Aufmerksamkeit der aus- tind abwogenden Menschenmenge auf sich.

Dort gab es Zinnbuden, in welchen die aus Zinn gefertigten kleinen blanken Schüsseln, Teller, Leuchter, Kannen u. s. w. wie die schönsten Silberwaarcn im Lichtglanze gar lieblich strahlten; dort gab eo wieder Pfefferkuchenbuden in großer Menge, an welchen auch noch

Leute standen, welche etwas zu kaufen gedachten, denn bekanntlich spielt der Pfefferkuchen bei Knaben und Mädchen eine große Rolle.

Jst's nicht so jugendliche Freunde? O und noch vieles Andere gab ö zu schauen und wer von Euch jemals einen Christmarkt in seiner Herrlichkeit erblickt hat, wird wissen, was ich meine! Der Fabrik bescher Laurentius hatte mdcß von allen diesen Sachen, so sehr sie ihn auch erfreuten und in seine eigene Kinderzeit zurück versetzten, nichts nöthig und lenkte daher seine Schritte wieder nach seiner Wohnung. Da hörte er aber plötzlich oben in einer Budenreihe, wo lauter Frauen mit Puppen feil hielten, einen großen Lärm. Alles Volk drängte sieb dorthin. Auch Laurentius näherte sich dem Orte, ^

um zu sehen, was es da gäbe. Ein kleines Mädchen von ungefähr neun Jahren stand an einer Bube und weinte ganz laut und bitter­lich. Eine der Puppenhändlerinncn schimpfte dabei gewaltig auf das arme Mädchen los.Du einfältiges Ding, D» kleine Be trügerin!" schrie sie das Mädchen an.Wie kannst Du so etwas von mir verlangen? Schämst Du Dich nicht, mit einem solchen Balge hierher zu kommen und mir zuzumuthen, daß ich Dir ihn ab­kaufen soll? - Gleich packe Dich fort von hier oder ich lasse Dich sonst durch die Polizei wegführen. Sollte man es wol glauben,