daß vergleichen List unv Betrug schon unter den Kindern vorkommen könnte?!" -

Alle umstehenden Personen schwiegen still. Niemand nahm sich des armen Mädchens an. Da drängte sieb der gute Fabrikberr LaurentiuS durch die gaffende Menge und näherte stell dem weinenden Kinde, das mit der Schürze sein Gestellt verhüllte.WaS giebt es denn hier?" fragte er in einem sanften und ruhigen Tone. Was hat man denn mit Dir vor, mein licbcS Töchterchen? Was haft Du denn gethan?"

Die Puppenverkäuferin wollte sogleich anfangen, dem fremden Herrn die Sache zu erklären. Aber da stet ihr LaurentiuS inS Wort und bat stc, ruhig zu sein, indem er wünsche, jetzt erst von dein Kinde zu erfahren, was vorgefallen sei.

Ach, mein gütiger Herr!" jammerte daS Mädchen, indem es die Hand des ihr jetzt noch unbekannten Mannes, wie um Schutz bittend, erfaßte und sich ganz an seine Seite drängte. -Nehmen Sie sich doch meiner an! Ich llabe Nichts gethan! Ich will Ihnen Alles erzählen. Kommen Sie mit zu meiner Mutter, dort sollen Sie cS erfahren, warum diese Frau da einen so gewaltigen Lärm gemacht hat!"

Schon war LaurentiuS mit dem Mädchen an das Ende der Buden reihe gekommen. Daö Volk hatte sich wieder zerstreut und vor der Thüre eines großen, nicht weit entfernten Hauses mußte daS Mädchen erzählen, waö ihm begegnet war.

Sellcn Sie, guter Herr," sagte nun etwas beruhigter, aber noch immer fortwcinend die Kleine -mein Vater ist setze krank Er bat das Nervenfiebcr und die Mutter sagt immer,, daß er wol bald sterben werde. Einen Arzt können wir nietn holen, denn wir sind sehr arm und haben kein Geld, um itzn und die Arzneien zu bezahlen. Ach, der gute Pater, er muß viel leiden! Da sagte denn nun vor