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suchen dann auS vem Seetang, aus dem braunen Sprockholze, au» Schlamm und Muscheln den köstlichen Bernstein. Zwei bis drei große Wellen füllen oft daö Netz, und in demselben finden die Suchenden am Ufer oft mehre Pfunde des schönsten Produktes, welches später zum Theil in die königlichen Magazine geliefert wird. Endlich rufen die Familienglieder am kahlen Strande die un- ermüdeten Fischer aus dem Meere, denn die Beute ist eine sehr an­sehnliche gewesen. An» Ufer getreten, finden sie, daß ihre Bade Harnische starr und steif gefroren sind. Zu Hause wird das gefro rene Gewand abgelegt, um am Feuer aufzuthauen; die Fischer er­quicken sich aber am heimischen Tische mit Fischen und Seekrcbsen, welche von den ältern Söhnen und Töchtern gefangen wurden. Nicht selten bringen auch die muntern Buben Schätze von Bernstein ins Haus, die auch nicht zu verachten sind; sie wurden an der Küste im Sande gesunden, wohin sie die segenSschwcren Wellen deS MeereS geworfen.

Ist die Fischerei des Bernsteins zu Ende, so kommt dann der Kaufmann, welcher die wcrthvollcn Borräthc in 6 Klassen theilt. Denn im Handel unterscheidet man:

1) Sandsteine: kleine, unansehnliche Bcrnsteinkörncr und Brocken, die als Räuchcrpulvcr an den reichen Morgenländer ver­werthet werden;

2) Schlick: größere, braune, unreine, mit Erde und Sand ver mischte Stücke;

3) Fi rn ißsteinc: sind klein, aber rein; sie dienen besonder» zum Bernstcinfirniß;

4) Knobel: sind kleine und braune Stücke, die zu Korallen, Knöpfen h. verwendet werden;

b) Tonnen stücke: sind vermischte Bernsteinstückc, rein, hell oder trübe, die in Tonnen verkauft werden;