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das Klima der nördlichen Halste des amerikanischen Festlandes ist nicht im Stande, ihrer Vegetation jene Kraft und Fülle und jene bleibende, wechselvolle und malerische Schönheit zu geben, welche die Tropenwelt auszeichnen." Für einen solchen Waldausflug beson ders ausgerüstet und von einem Führer begleitet, wagt sich der Rei sende in die Forsten Brasiliens, die ihm von ferne den Anblick eines wahren Meeres von Bäumen, Sträuchern, Blumen lind thierischen Leben gewähren, es tritt ihm eine neue Welt seltsamer Schöpfung entgegen, die ihn in ihrer wuchernden Fülle und schrankenlosen Man- nichfaltigkeit beinahe überwältigt. Er sieht hier, was die Natur zu leisten vermag, wenn sie unter einer glühenden Sonne und bei einem reichen Boden sich selbst überlassen bleibt! Nach einer beschwerlichen Wanderung von einem oder zwei Tagen findet er, daß er bis zum Aufenthalte der Raubthiere, dem Paradiese der Insekten- und Vogel. Welt vorgedrungen und sieht hier das Ausgezeichnetste und Groß artigste der Pflanzenwelt, den Garten der Schöpfung, vor sich. In Staunen und Bewunderung verloren, von Empfindungen bewegt, die ihm ganz neu sind, wird er nie müde, seine Umgebung anzu­schauen und zu beobachten. Sagt doch Dr. von Martius in Mün­chen, der unermüdliche Reisende, welcher die Pilgerfahrt durch Bra­silien machte, eben so schön als treffend:In diesen ungeheuren Wäl dern, deren durch Kränze von allerhand Wundcrblüthen verwobcne Gipfel tief in den blauen Himmel hineinzuragen scheinen, während die Ebenen an ihrem Fuße mit den lieblichsten und wohlriechendsten Blumen bedeckt sind, mag der Reisende leicht wähnen, plötzlich in die fabelhaften Gärten der Hesperiden *) versetzt zu sein, wenn sein Auge

') Hesperiden waren nach der Fabellehre die Töchter der Nacht, welche auf einer der westlichsten Inseln der Erde Gärten bewohnten, deren Bäume goldene Früchte trugen. Hesperien ist das Abendland (Italien, auch Spaniens und Hesperus der Abendstern.