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gefährlicher. Die neidischen Nachbarn scheinen sich verschworen zu baden, ihm alte Kraft auözusangen, ihm die Säfte zu cnlziehen und mir seinen Wurzeln sich um den Grund und Boden zu streiten. Das Ende davon ist lcichr abzusehen: der edle Baum beginnt zu kränkeln, hinzuwelken ; Ast um Ast fällt verdorrt vom Stamm: er stirbt ab, ver­liert seine Blätter, fault und vermodert von der Krone bis zu den Füßen, und schon nach wenigen Monaten macht ein jäher Windstoß dem stolzen Dasein ein Ende und wirst den morschen Riesen an die Erde. Die holzfressendcn und zerstörenden Insekten haben sich ihn schon lange zum Opfer auSrrsehen und schaarenweise seine besten Säfte verzehrt. Der herrliche Slainm beugt und krümmt sich unter der Wucht deS WindeS; ein plötzlicher heftigerer Stoß erfaßt ihn mit jäher Wucht im verzweigten Gipfel: und darnieder stürzt er mit donnerndem Krachen und reißt im Falle noch nicht wenige von den Feinden mit sich nieder, die sich gegen ihn verschworen hatten. Allein noch ein weiteres Werk ist zu thun: seltsam geformte und gefärbte Schwämme bilden sich in Fülle auf dem gefällten Stamme und cnk falten ihr wucherndes Leben auf den Trümmern. Dazu gesellt sich noch der auflösende Einfluß der Lust und der Feuchtigkeit, und so dauert es unter diesem Himmel gar nicht lange, bis gar nichts mehr die Stätte bezeichnet, wo einst der Riese der Waldung gestanden, als eine formlose Masse Erde.

Dringt man noch tiefer in diese Wälder, so ist's keine leere Redensart, wenn man siedas Reich der ewigen Nacht" nennt. Nie unterbricht ein eindringender Sonnenstrahl die düstere Dunkelheit und daS schwächere Mondlicht ist hier völlig unbekannt Der Zeitpunkt, wo die Erde sich in aller Pracht der Mittagssonncnjfluth erfreut, wird in diesen Abgründen der Pflanzenwelt nur durch eine schwache Dämmerung bezeichnet und man kann dann nur die geraden und hohen Stämme der Bäume unterscheiden; über ihnen hängt ein dich