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chen, welche wir in den Schachteln der Nürnberger Kinderspielwaaren sehen. Im tieferen Schoose der Wälder finden sich Bäume von wahrhaft kolossalen Verhältnissen. So schildert Martins einen so­genannten Erbsenbaum , den 15 Indianer mit ausgestreckten Armen kaum umspannen konnten. Mehre andere maßen am Boden 80 Fuß und da, wo die Stämme cylindrisch*) wurden, 60 Fuß i»> Um­fange. Als er die Ringe solcher Theile des Stammes zählte, ge­langte er zu dem Schlüsse, daß sie so alt waren wie Homer und zu Pythagoras Zeiten schon 332 Jahre gezählt haben mußten; in der That gab die eine Schätzung ihr Alter auf 2052, eine andere aus 4104 Jahre an! Die Wirkung, welche der Anblick dieser Pflanzen- patriarchen auf die Einbildungskraft ausübt , ist kaum in Worte zu fassen. Viele dieser Bäume tragen Blüthen von allen möglichen Farben und dem verschiedenartigsten Geruch, der dem Beschauer bald Behagen, bald Ekel erregt. Einige dieser Blüthen, in die anmuthig- sten Farben gekleidet, stechen angenehm von dem dunkeln Laube ab, worauf sie ruhen, andere bergen sich darunter, während wiedere andere nur in einer Höhe erblühen und verwelken, wo sie weder die Hand des Menschen, noch der Zutritt anderer Thiere als der Vögel und Insekten erreichen kann.

Obwol der Anblick dieser mächtigen Bäume gewissermaßen etwas von dem Eindruck eines ewigen Lebens mit sich bringt, so sind sie doch nichts destoweniger ebenso sterblich und vergänglich, wie ihre be­scheideneren und niedrigeren Gefährten. Mancherlei Kräfte wirken zusammen, sie endlich doch auszusaugen, darnicderzuwerfen, dem Bo­den gleich zu machen und wieder in ihren ursprünglichen Staub zu verwandeln. Ist ein solcher Baum unglücklicherweise lange von einer Menge Bäume anderer Art umgeben gewesen, so ist seine Lage desto

') Cylinder Rundsaüle, Walze, Welle; cylindrisch walzenförmig.