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Tin Traum aus meiner Jugendzeit.

Bin auch einmal solch' ein muntrer Springinsfeld gewesen, wie Jbr es jetzt seid, und mein Hut lag oft weit hinter mir im Wiesen- grase, wenn wir im Jugendmuthe d'reinsprangcn, wie junge Rehböck- tetn. Noch lieber aber als Feld und Wiese ist mir mein alter, treuer Freund geworden und geblieben; und dieser Freund ist der duftige, g r ü n e W a l d mit seinen kcrzengraden Tannen, mit dem klaren Wald- quell, den nach allen Seiten greifenden und sich streckenden Kiefern, mit seinen Brom und Himbeersträuchern, die wir manchmal benaschlen, mit seinen blitzzerschmettertcn Eichstämmen und den ehrwürdigen Flü­gelmännern breitschattiger Buchen, mit seinem zerrissenen Felsgrunde und den üppigen Farrenwedeln dazwischen, indeß droben und drunten des Waldes Kinder: Eichelhäher und Fink, Hase und Kaninchen uns zutraulich zuschauten. Das hieß eine Souutagssreude, wenn wir früh dem Herrn Pfarrer zugehört und dann daheim mit Vater und Mutter geplaudert und geschmaust hatten, wol auch unser Wochensprüchlein nochmals aufgesagt, und es nun zuletzt bicß:Nun, mögt Ihr auch in den Wald gehen!"

Noch seh' ich mich hinauseilcn und das schöne Plätzchen aufsuchen, wo daö Birkicht an den jungen Kiefernwald stößt; da war eben das schöne Mooslager, wo wir Waldrast hielten. Dort ist's ausgemacht worden, ob wir Kaufleute oder Kuchenbäcker oderGenerals" werden wollten, ob die Franzosen oder Russen gewinnen würden und wer unser Feind sein sollte. Dort ist's uns klar geworden, daß der Wald aller Menschen Freund sei; und wenn wir lange genug geplaudert und erzählt hatten und sich jeder nun sein Herz ausgeredet statte, da betteten wir uns mitten zwischen die hoben, Polsterweichen Moosstengel und