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Der M des gcrrn.

Die Sommer-Abendsonne schien hell, ihre Strahlen wärmten, aber blendeten nicht daS Antlitz eines ehrwürdigen, alten Mannes, der unter dem, seine Hütte beschattenden Ahorn saß. Es war Ende Juni und der kleine Garten voll süßen Dustes, die Bienen summten geschäftig und die ganze Luft hauchte Erquickung. Und Sonntag war cS auch, das Geräusch der Werkstätten schwieg, und weithin tönte das Läuten der Glocken, mit dem Frieden und der Ruhe des Sonn­tagsabends in voller Harmonie.

Der alte Martin Ealing dachte das auch, als er den Klängen lauschte. Der herrliche Abend erinnerte ihn an den bereits begin­nenden Abend seines Lebens, und lebhaft wünschte er, sein Leben möchte auch so enden, wie dieser Tag, der so sanft in die klare, stille Nacht versank. Er hoffte in Frieden zu schlafen bis zum Tage der Auferstehung. Als junger Mann hatte Martin sich gewöhnt, an den Tod zu denken, den Gottes Wille ihm jeden Augenblick, vielleicht am Morgen, oder Mittags oder Abends schicken würde, und nun Gott ihn noch den Abend hatte erleben lassen, dachte er nicht seltener daran, sondern erwartete den Tag oder die Stunde, die der Herr be­stimmen würde.

Manchen Winter und Sommer hatte Martins Ohr diesen Klang vernommen und die lieben gewohnten Töne brachten ihm der schöne» Erinnerungen viele. Seine Hütte stand ganz in der Nähe der Kirche und erst als die große Glocke schwieg und eine kleine den bald begin­nenden Gottesdienst verkündete, kam seine kleine Enkelin, um ihn nach der Kirche zu führen. Als Bccca sich ihm näherte, hörte sie den alten Mann mit feierlicher Stimme, nachdem er den Hut abge nommen hatte, sagen:Der Meister ist da und ruft dich!"