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kommenden nicht schon von Ferne hören sollten. DerUeberfall wurde glücklich ausgeführt und es entstand ein sehr heißer Kamps. Fürst Christian und Johann Hübner hieben sich gegenseitig aus die eisernen Hüte und Wämmser, daß es weithin erschallte. Endlich unterlag Johann Hübner, er blieb todt auf der Haide liegen und Fürst Christian zog nun hier in das Geisenberger Schloß. Johann Hübner wurde da unten in die Ecke begraben, der große Thurm aber zerstört; er stürzte an einem Abende, als eben die Tiesenbachcr die Kühe molken, zusammen und das ganze Land erzitterte weit umher. Da siehst Du noch den langen Steinhaufen den Berg hinab, das ist der Thurm, wie er gefallen ist, und das ist die Geschichte von Johann Hübner, der hier auf dem Schlosse gewohnt hat."
Wilhelm und Dortchen traten nun den Rückweg an. Als sie den Wald hinab schritten, neigte sich die Sonne bereits zum Untergänge und ein tödtlicher Schauer durchdrang Dortchens ganzen Körper. Sie zitterte vor innerer Kälte und es ward ihr schwer, Stillings Haus zu erreichen. Dort angekommen, überfiel sie ein sehr heftiges Fieber. Wilhelm war Tag und Nacht bei ihr und pflegte sie. Nach vierzehn Tagen aber, in der Nacht, rief Gott ihre Seele wieder zu sich und ließ das treue Herz still stehen. Wilhelm ward es zuerst gewahr, daß das Klopfen ihres Pulses immer mehr nachließ. Auf seinen Ruf wurden Alle wach und liefen herzu, aber noch ehe sie sich an dem Sterbebette eingefunden hatten, war Dortchen schon todt.
Wilhelm war wie betäubt und wünschte unter Thränen und Klagen, daß auch ihn der liebe Gott jetzt zu sich nehmen möchte. Vater Stilling und Margarethe traten zu der Todten und drückten ihr die Augen zum ewigen Schlummer fest zu. Es sah sehr betrübt aus, als die beiden alten Leute mit Thränen zärtlich auf den verblichenen Engel blickten. Auch die Mädchen weinten laut und erzählten sich einander noch oft und gern alle die letzten Worte, welche

