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war 159« geboren und wurde 191 Jahr alt, daher hab' ich ihn noch gekannt. Dieser Heinrich war ein sehr lebhafter Mann; er kaufte sich in seiner Jugend ein Pferd, wurde ein Fuhrmann und fuhr nach Braunschweig, Brabant und Sachsen. Er brachte es bis zum Schirrmeistcr und hatte auf seinen Reisen gewöhnlich 2« bis 30 Fuhrleute bei sich. Zu der Zeit war das Rauben und Plündern aus den offenen Landstraßen noch sehr im Gange, da sich aber damals nur selten ein Wirthshaus am Wege fand, so nahmen die Fuhrleute stets viel Borrath an Lebensmitteln mit sich. Des Abends stellten sie die Karren in einen Kreis herum, so daß einer an den andern stieß, die Pferde aber stellten sie mitten in den Kreis hinein und mein Großvater und die Fuhrleute blieben bei ihnen. Wenn sie gefüttert hatten, so rief mein Großvater: „Zum Gebet, ihr Nachbarn!" Da kamen sie alle und Heinrich Stilling betete nun mit ihnen sehr ernstlich zu Gott. Der Reihe nach hatte einer von ihnen stets die Wache während der Nacht und die Andern krochen unter ihre Karren ins Trockene und schliefen. Sie alle aber führten auch immer scharf geladene Gewehre und gute Säbel bei sich. Nun trug es sich einmal zu, daß mein Großvater selbst die Wache hatte; sie lagen im Hessenlande auf einer Wiese und waren zusammen nicht weniger denn sechs und zwanzig starke Männer. Gegen elf Uhr des Abends hörte mein Großvater plötzlich Pserdegetrabe auf der Wiese und weckte deshalb schnell, aber in möglichster Stille, alle Fuhrleute. Er selbst aber siel auf seine Kniee und betete still, aber sehr andächtig zu Gott um Abwendung jeglicher Gefahr. Endlich stieg er auf seinen Karren und blickte aufmerksam umher. ES war noch genug Licht, da der Mond eben untergehen wollte. Da sah er ungefähr zwanzig Männer zu Pferde, wie sie eben abstiegen und leise auf die Karren zu gingen. Kaum hatte dies mein Großvater bemerkt, so verließ er schnell seinen Karren und versteckte sich unter denselben, damit die Räuber ihn
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