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So stürmte jetzt alles Ungemach auf unfern guten Stilling ein: die äußerste Armuth, eine unausgesetzte geistige Anstrengung und körperliche Gefangenschaft und von Seiten seiner Principalität Miß­trauen und förmliche Verachtung. Dazu kam noch, daß er rings umher nicl't eine einzige treue Seele hatte, welcher er feinen Zustand hätte entdecken können, und einen solchen Freund aufzusuchen, dazu fehlten ihm passende Kleider, denn die seinigen waren zerrissen, und zum Ausbessern derselben fehlte ihm wieder die Zeit. Dies waren die schrecklichsten Augenblicke seines ganzen Lebens, welche nur durch ein anhaltend gläubiges Gebet und durch einen wahrhaft kindlichen Glauben an Gottes Väterliche überwunden werden konnten.

So traurig nird betrübt ging cS fort lind darüber kam das schöne Weihnachtsfest heran, an welchem er wenigstens so viel Zeit fand, seine Kleider gründlich in Ordnung zu bringen. Armuth lehrt er­finden, er bedeckte die Mängel und machte Alles so gut, daß er wenigstens ein Paar mal, ohne sich zu schämen, nach Holzhcim in die Kirche gehen konnte; er war aber vor Sonze und Gram in der kurzen Zeit so blaß und hager geworden, daß er die Zähne mit den Lippen kaum mehr bedecken konnte, sein Gesicht war ganz entstellt, die Augenbrauen waren in die Höhe gestiegen, die Stirn war voller Runzeln lind die Augen lagen tief und finster im Kopfe, ein Jeder, der ihn sah, verwunderte sich und blickte erschrocken von ihm weg. Unter den Kirchgängern am Sonntag nach Neujahr war keiner, der ein freundliches Wort mit ihm gesprochen hätte, als allein der Herr Pastor Brück; dieser halte ihn von der Kanzel aus beobachtet und sobald der Gottesdienst beendigt war, eilte der brave, gute Mann heraus, suchte ihn unter den Leuten auf, nahm ihn unter den Arm und sagte:Gehen Sie mit mir, Herr Informator! Sie sollen heute mit mir zu Mittag essen und auch den ganzen Nachmittag bei mir bleiben!" Stilling wurde durch diese Worte und von dieser