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„Da haben Sie ganz recht," versetzte Stilling; „aber dennoch bitte ich Sie, Herr Spanier! lassen Sie mich bei meinem Handwerke."
„Nein!" antwortete dieser, „das thue ich nickt, Ihr soll« und müßt mein Hauslehrer werden und zwar unter folgenden Bedingun gen: Ihr könnt noch nickt sranzösisch sprechen, es ist aber bei mir um vieler Ursachen willen nöthig, das; Ihr die französische Sprache versteht: deswegen wählt Euch irgendwo einen Sprachlehrer, zieht zu ihm hin und lernt diese Sprache, ich bezahle Alles gern, was es kosten wird. Ferner gebe ick Euch volle Freiheit, zu jeder Zeit wieder von mir fort und zu Meister Jsaak zurück zu gehen, sobald es Euch bei mir nickt mehr gefällt. Endlich sollt Ihr an Kleidern und Zubehör erhalten, was Ihr bedürft, und zwar so lange, als Ihr bei mir sein werdet. Nun habe ick aber auch das Recht, von Euch zu fordern, daß Ihr keine andere Stelle annehmt, so lange ich Euch nöthig habe, es sei denn, daß Ihr Euch aus Eure ganze Lebenszeit versorgen könntet."
Meister Jsaak wurde durch diesen sehr annehmbaren und menschenfreundlichen Borschlag zuerst gerührt: er sagte zu Stilling: „Jetzt begeht Ihr wirklich eine Sünde, wenn Ibr nickt einwilligt, denn dieses Anerbieten von Seiten des Herrn Spanier ist gewiß Gottes Schickung."
Nach einer kurzen Pause willigte Stilling auch wirklich ein. „Ja, Herr Spanier!" sagte er, „noch Ein mal will ick's wagen, aber ick thu' es nur mit Furcht und Zittern."
Herr Spanier stand erfreut aus, gab Stillingen die Hand und sagte: „Gott sei Dank! aber nun müßt Ihr auch sofort zum Sprachlehrer, lieber morgen als übermorgen."
Stilling war's zufrieden und selbst Meister Jsaak sagte: „Ueber morgen ist Sonntag, da könnt Ihr in Gottes Namen reisen."

