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neu Worte zu ihm:Mein lieber Heinrich! bleibe demüthig und fromm, so wird es Dir immerdar wohl gehen; schäme Dich nie Deines Herkommens und Deiner armen Verwandten, Du magst so groß und angesehen werden, wie Du willst; wer gering ist, kann durck Demuth groß werden, und wer vornehm ist, kann durch Stolz gering werden; wenn ich todt bin, so ist's einerlei, was ich gewesen bin, wenn ich nur christlich-fromm gelebt habe."

Stilling mußte seiner Großmutter mit Mund und Hank ver­sprechen, diese Worte stets zu beherzigen. Nachdem er nun noch Dies und Jenes mit ihr geredet hatte, nahm er schnell Abschied von ihr; aber daS Herz brach ihm dabei vor Wehmuth, denn er merkte deutlich, daß er sie in seinem Leben nicht wiedersehen würde: sie stand am Rande des Grabes. Da ergriff sie aber zuletzt noch seine Hand, hielt ihn fest und sagte:Du eilst von dannen Gott sei mit Dir, mein Kind! vor dem Throne des Ewigen sehe ich Dich einst wieder. Weine nicht! ich empfehle Dich Gott von ganzem Herzen, der möge Dich mit seinen väterlichen Händen segnen und vor allem Bösen be­wahren. Nun geh' in Gottes Namen!"

Stilling riß sich los und eilte aus dem Hause, in das er nie wieder gekommen ist.

Einige Tage darauf starb die gute, fromme Großmutter Mar­garethe; sie ruht in Frieden zu Florenburg neben ihrem Manne, dem Vater Eberhard."

Unserm Stilling aber war es nun, als ob ihm sein Vaterland nicht mehr so lieb und werth sein könnte; er machte sich auf und eilte wieder in die Fremde, kam auch glücklich bei Herrn Spanier an, von dem er in Allem fünf Tage getrennt gewesen war.

Im folgenden Jahre besuchte er seine Verwandten in ftincr Hei marh abermals und in gleicher Veranlassung.