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versorgte sich mit tüchtigen Büchern und trat sogar mit einigen be­rühmten Aerzten in Briefwechsel. Seinem Vater schrieb er diese wichtige Veränderung und erhielt von ihm die Antwort, daß er nichts dagegen babe und ihn der Führung Gottes überlasse, im Uebrigen aber ihn nicht weiter unterstützen könne.

Stilliugs Vetter in Lichthausen war mit einem katholischen Pfarrer sehr gut bekannt, welcher in einem Städtchen vier Stunden von Lichthausen angestellt, weit und breit aber als ein sehr geschickter Augenarzt bekannt war; dieser Pfarrer hieß Molitor und war schon sehr alt.

Ganz genau um die Zeit, wo Stilling zum zweiten Male seine Verwandten im Salenschen Lande und also auch seinen Vetter in Lichthausen besuchte, schrieb Molitor an Johann Stilling, daß er alle seine Kenntnisse in Bezug auf die Krankheiten der Augen und deren Heilung und die Zubereitung und den Gebrauch der Arznei- mittel getreu und ausführlich aufgeschrieben habe; da er nun alt und dem Grabe nahe sei, so wünsche er, dieses geschriebene Heft in guten Händen zu sehen, er frage daher an, ob Johann Stilling Jemanden in seiner Verwandtschaft kenne, der Lust hätte, die Arznei- wissenschaft zu studiren, und wenn dicö der Fall wäre, so bäte er ihn, denselben zu ihm zu schicken, denn er wäre bereit, ihm daS geschriebene Heft und noch andere gute medicinische Schriften sofort und ganz umsonst zu übergeben unter der einzigen Bedingung, daß der Empfänger es ihm mit Hand und Mund versprechen müsse, jeder­zeit armen Nothleidenden unentgeltlich damit zu helfen, auch müsse es Jemand sein, der die Arzneiwissenschast gründlich studiren wolle, damit die Sache nicht in die Hände eines Pfuschers geriethe. Noch setzte er hinzu, daß er sich in dieser Angelegenheit darum an Johann Stilling wende, weil zwischen ihnen Beiden so lange Zeit und trotz