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fant aber, sowie das ganze linke Rheinufer, im Jahre 180 1 an Frankreich. Straßburg ist besonders wegen der großen Kirche, welche „der Münster" genannt wird, weit und breit berühmt, denn diese ist mit ihrem Thurme ein Meisterwerk der gothischen oder vielmehr der altdeutschen Baukunst. In weiter Ferne, schon lange vorher, ehe der Wanderer etwas von den übrigen Thürmen der Stadt wahrnimmt, zeigt sich ihm die durchsichtige Pyramide dieses majestätischen Gebäudes, des höchsten Thurmes der Erde, den nur die größte Pyramide Aegyptens an Höhe übertrifft, dereinst aber, nach ihrer, freilich noch in weiter Zukunft liegenden Vollendung, noch die beiden Thürme des Doms zu Köln am Rhein an Höhe überragen werden, denn diese sollen dann selbst über die größte ägyptische Pyramide emporsteigen und so die höchsten Gebäude menschlicher Hand sein. Die Kirche, in den Jahren 1015 bis 1275 erbaut, hat 314 Fuß Länge und 110 Fuß Breite, 3 hohe Säulenhallen, in welchen durch die farbigen Glasfenster ein Halbdunkel herrscht, und eine große Orgel mit 2242 Pfeifen, deren größte aus Zinn 341 Pfund wiegt, 28 Fuß lang ist und über einen Fuß im Durchmesser hat. Doch der merkwürdigste Theil der Kirche bleibt der Thurm, von durchbrochener Arbeit, so daß das Licht von oben bis unten ganz durch denselben hindurchscheincn kann. Im Jahre 12 77 begann der Bau dieses Thurmes unter dem berühmten Baumeister Erwin aus Steinbach im Großherzogthume Baden und ward erst 1439 durch den Meister Johann Hülz von Köln ganz vollendet. Sein unterer Theil bis zur Plattform,*) zu welcher 325 Stufen führen, bildet eine große vierseitige Säule mit 6 vorspringenden Pfeilern. Die ganze Vorderseite ist mit Bildhaucrarbeit, großen und kleinen Statuen, Arabesken und allerlei Figuren geziert. Drei Portale sHauptthüren), wovon das mittlere das größte ist, führen hier in das Innere der
') Sprich: Platfsrm' Flaches Dach

