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sein könnte, war der Zweck der Bearbeitung deö leider so bald vergessenen Lebensbildes, einer Arbeit, die allerdings und um so mehr mit Schwierigkeiten verbunden war, als ich bei der Ausscheidung des nicht geringen unbrauchbaren Stoffes und bei der Umgestaltung der mit den Anforderungen der Gegenwart unvereinbaren Form des meisten Materials einmal den Faden der Erzählung nicht zerreißen, sodann der Natur und Wahrheit in der Darstellung keinen Abbruch thun und endlich die edle Treue und Einfachheit des Bildes nicht ausgeben wollte und durfte.
Zur Erläuterung des Inhalts nur noch folgende Zeilen.
„Heinrich Stilling" enthält Wort für Wort nur Wahrheit und sind von derselben nur die Namen einzelner Personen und Ortschaften ausgeschlossen, wie ja Stilling sich selbst diesen letzten Namen beigelegt hat, da er eigentlich mit seinem Geschlechts- und Vatersnamen „Jung" hieß; in der Gelchrtcnwelt ist er aber unter dem Namen „Stilling" allgemein bekannt geblieben, wird da auch bisweilen „Jung- Stilling" genannt. Einen großen Theil seiner Schriften hat er unter dem Verfassersnamcn „Heinrich Stilling" herausgegeben. Die Personen, welche in seiner Lebcnsgcschichte auftreten, sind so gegeben, wie sie im Leben wirklich waren. Das Ganze stützt sich auf natürliche Einfachheit und prunklose Natürlichkeit. „Gute Sprüche" und „weise Lehren" sind in der vorliegenden Bearbeitung nur in sehr geringer Anzahl aufgestellt, da der Anblick des Gemäldes dieselben fast überall unnöthig macht. Der Hauptinhalt besteht in der Darstellung eines reinen, unverfälschten und vernünftigen Gottvcrtraucns, das, indem es die Augen bittend und hoffend nach oben richtet, die Hände unten nicht müßig im Schoose ruhen läßt; in dem Beweise, daß redliches Streben und Verlangen, Kämpfen und Ringen zuletzt doch zum Siege verhilft; und in der Ausführung der biblischen Wahrheit: daß Gottes Gedanken nicht immer unsere Gedanken und unsere Wege oft nicht die

