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angekommen, da kam eine schöne Dame aus dem Gebüsch, angethan mit prächtigen Kleidern, und bat Gre- ten, sie möchte ihr doch ein wenig Wasser zu trinken geben. \
Die schöne Dame war aber keine andere, als dieselbe Fee, welche Röschen erschienen war, nur erschien sie jetzt in anderer Gestalt, und in den Kleidern einer schönen Prinzessin, weil sie gern sehen wollte, wie weit Greten's Ungefälligkeit gehen würde.
Grete blickte die Fee scheel von der Seite an, rümpfte ihre Nase, und erwiderte hochmüthig:
„Denkt Ihr, ich bin nur hierher gekommen, um Euch zu trinken zu geben? — Ei ja, darum habe ich gewiß meinen schönen silbernen Krug mitgebracht! Seh' doch Einer! Nein, meine Gute, wenn Ihr trinken wollt, so schöpft Euch das Wasser selbst!"
„Ich sehe wohl, du bist nicht sehr höflich und freundlich, meine Tochter," antwortete die Fee ganz sanft und ohne böse zu werden. „Zur Strafe für deine Ungefällig- keit aber wünsche ich dir, daß bei jedem Worte, welches du sprichst, eine Schlange oder eine Kröte aus deinem Munde fällt!"
Hierauf verschwand die Fee und Grete ging ein wenig erschrocken nach Hause. Als ihre Mutter sie erblickte, fragte sie voll freudiger Hoffnung: „Nun, wie ist es dir ergangen, mein Töchterchen?"
„Wie soll es mir ergangen sein?" antwortete die Grete barsch. „Ich habe kein altes Weib gesehen."
Die Mutter erschrak und Grete erschrak auch, denn siehe da, bei jedem Worte, das sie sprach, hüpfte eine Schlange oder eine Kröte aus ihrem Munde.

