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Die Stiefschwester lachte bei dieser Bitte Aschenbrödel» laut auf.Du dummes Ding," sagte sie,wie werde ich wohl so thöricht sein, solchem Aschenbrödel, wie du, ineine Kleider zu borgen. Bleibe du in deinem Aschensack und lege dich in deinen Aschenwinkel, anstatt auf den Ball zu gehen!"

Mit diesen Worten gingen die beiden Schwestern hofführtig fort und meinten Aschenbrödel recht bitterlich gekräntt zu haben. Aschenbrödel aber lachte nur, schlief auf ihrem harten Lager recht bald ein, und träumte die ganze Nacht die süßesten und wonnereichsten Träume.

Am nächsten Tage fuhren die beiden Stiefschwestern wieder auf den Ball, und Aschenbrödel folgte ihnen, aber noch viel kostbarer und glänzender gekleidet, al» das erste Mal. Der Sohn des Königs eilte auf sie zu, sobald sie in den Saal trat, und wich den ganzen Abend nicht

von ihrer Seite. Aschenbrödcl's Herz war voll Freude, und die Zeit verstrich ihr so schnell und angenehm, daß

sie nicht auf die Stunden achtete und ganz und gar der

Warnung ihrer Pathe vergaß. Plötzlich aber crschalllc der erste Schlag der Mittcrnachtsstunde vom Schloßthurmc nieder, und plötzlich fiel ihr Alles wieder bei. Schnell wie ein Reh entwich sie aus dem Saale. Der Prinz

folgte ihr nach, konnte sie aber nicht einholen. Doch verlor sie in der Eile einen ihrer gläsernen Pantoffel, welchen der Prinz mit der größten Sorgfalt aufhob.

Aschenbrödel kam athcmlos vom schnellen Laufe zu Hause an. Ihr Wagen, ihre Lakaien, ihre Pferde Alles war weg, und von der ganzen vormaligen Herrlichkeit hatte sie Nichts übrig behalten, als nur den gläsernen Pantoffel, dessen Kamerad sich in des Prinzen Händen be-

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