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Viele Leute spotteten über des Kleinen Häßlichkeit. Als er aber erst größer wurde und sprechen lernte, da spotteten sie nicht mehr, sondern wurden großer Ver­wunderung voll; denn der Knabe plauderte so aller­liebst, hatte so viele vortreffliche Einfälle und sprach mit so viel Zierlichkeit und Anmuth, daß alle Welt entzückt davon war.

Etwa sieben oder acht Jahre nach Richard's Ge­burtstage bekam die Königin eines benachbarten Reiches zwei kleine Töchter. Die Aelteste von ihnen war wunder­schön , so schön, daß die Königin vor Freude darüber beinahe närrisch geworden wäre. Die Fee aber, welche schon den kleinen Richard zur Taufe gehoben hatte, dämpfte ihr allzu großes Entzücken und verwandelte es mit wenigen Worten in tiefe Traurigkeit.

.Freue dich nicht zu sehr, Frau Königin," sagte sie ernsthaft. ,,Wohl ist deine Tochter schön und liebreizend zu schauen, aber was hilft aller Glanz der Anmuth, wenn nicht der Glanz der Weisheit damit verbunden ist? Und ach, ich muß dir nur gestehen, daß deine Tochter so dumm und unwissend bleiben wird, als sie reizend und schön ist."

Diese Worte bekümmerten die Königin sehr, und sie weinte darüber. Noch mehr aber weinte sie, als sie sah, daß ihr anderes Töchterlein häßlich war, wie die Nacht.

Laß dich das nicht kümmern, nahm die Fee wieder das Wort.Der Mangel an Schönheit wird durch so viel Geistesanmuth und Scharfsinn ersetzt werden, daß man darüber alles Uebrige vergessen wird."

Nun, es mag geschehen, was Gott will," seufzte