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die Königin. „Aber lieb wäre es mir doch, wenn meinem schönen, ältesten Töchterchen ein wenig Klugheit und Witz eingehaucht werden könnte." —
„Das zu vollbringen, steht nicht in meiner Macht," erwiderte die Fee. „Damit du aber siehst, daß ich es wohl mit dir meine, will ich ihr schenken, daß es in ihrer Macht stehen soll, dem Wesen, welches sie von allen am Liebsten hat, so viele Schönheit zu verleihen, als ihr irgend beliebt."
Damit gab sich die Königin zufrieden.
Als nun die kleinen Prinzessinnen heranwuchsen, da wuchsen mit ihrem Körper auch ihre übrigen Eigenschaften, und bald sprach man im ganzen Lande von weiter Nichts, als nur von der Schönheit der Aeltesten und von dem Scharfsinn und dem Witze der Jüngsten. Die Aelteste wurde mit jedem Tage schöner, aber mit jedem Tage auch blödsinniger, und sie war so dumm, daß sie nicht einmal auf die einfachste Frage eine Antwort geben konnte. Wenn sie ja einmal ein paar Worte über ihre Lippen brachte, so sagte sie gewiß immer eine recht lächerliche Albernheit. Dabei war sie so ungeschickt, daß sie niemals speiste, ohne nicht dabei ein paar Teller und Schüsseln zu zertrümmern, und daß sie nie trank, ohne nicht ihr Glas oder ihre Tasse zu Boden fallen zu lassen und mit deren Inhalte ihre Kleider zu beschmutzen.
Die Jüngere dagegen, obgleich sie von aller äußerlichen Anmuth entblößt war, wurde mit jedem Tage liebenswürdiger und klüger. Bei allen Gelegenheiten überstrahlte sie sogar ihre schöne Schwester. Anfänglich freilich drängte man sich wohl um diese, und sonnte sich

