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als sie in tiefen Gedanken spazieren ging, hörte sie ein dumpfes Geräusch unter ihren Füßen, und es kam ihr vor, als ob im Schooße der Erde viele, viele Menschen hin und her liefen und in großer Geschäftigkeit ihr Wesen trieben. Und da sie neugierig ihr Ohr zur Erde nieder­beugte, vernahm sie verworrene Stimmen unter einander, i und hörte, wie einer die Worte sagte:

Trage diesen Topf mit Fleisch auf das Feuer!"

Eine andere Stimme rief:Gib mir den Kessel

da!"

Noch eine andere aber befahl endlich:Richtet die Speisen an!"

Und gleich darauf öffnete sich die Erde, und die Prinzessin sah tief unter ihren Füßen eine große Küche und darinnen wimmelte es von Köchen und Küchen­jungen und allerlei anderen Leuten, die Holz zum Feuer schleppten, Gänie brieten und ein gar herrliches Gastmahl zubereiteten. Und jetzt stieg ein Zug von zwanzig oder dreißig Köchen, mit vielen Schüsseln beladen, aus der Tiefe herauf. Die Männer begaben sich zu einer langen Tafel, die in einer breiten Lindenallee gedeckt worden war, und fingen hier an zu wirthschaften mit ihren Spicknadeln, daß ihre Zipfelmützen auf den Ohren wackel­ten, und spielten die Geige dazu und sangen allerlei unmuthige Lieder. Die Prinzessin wußte gar nicht, was sie von alle dem denken sollte, und als sie die Leute fragte, für wen sie so fleißig beschäftigt wären, da ant­wortete der Vornehmste von ihnen:Für unsern Herrn, den Prinzen Richard mit der Dolle, der morgen seine Hochzeit feiern wird."

Die Prinzessin erstaunte noch mehr; aber plötzlich

Hossmann, Volkrmäichea. 8. Allst. 3