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es im Schlöffe Nichts wie lauter Verwirrung. Der König und die Königin geriethen in großen Zorn. Sie schickten sogleich mehr als hundert Boten zu Pferde aus und brachten alle Soldaten auf die Füße, bannt sie nach allen Richtungen hin seine Tochter suchen sollten. Aber die Fee Lila beschützte unsichtbar ihr holdes Pathchen und schlug die Augen der Nachsetzenden mit Blindheit, so daß Niemand die Entflohene entdeckte.
Ungestört verfolgte die Prinzessin ihren Weg, und ging weiter und immer weiter in die Welt hinein. Hie und da suchte sie bei ehrlichen Leuten ein Unterkommen zu finden, aber obgleich man ihr aus Mitleiden Essen und Trinken gab, so wollte doch Niemand sie für immer behalten, weil sie in dem rauhen Felle und mit dem geschwärzten Gesichte doch gar zu abschreckend und häßlich aussah.
Endlich näherte sie sich einer schönen Stadt, und kam an einem Meierhofe vorüber, dessen Besitzerin eine Stallmagd gebrauchte, welche die niedrigsten Arbeiten verrichten, die Schweine hüten, die Truthühner pflegen und die Ställe waschen und säubern niußte. Diese Frau gewahrte die Prinzessin, und da die Arme so elend und schmutzig aussah, so dachte sie, sie hätte das Gesuchte gefunden, und forderte die Prinzessin auf, in ihre Dienste zu treten. Die Prinzessin aber war von der langen Reise so ermattet, daß sie den Vorschlag annahm, und sich bei der Frau als Dienstmagd verdingte. Die Frau wies ihr einen entlegenen Winkel in der Küche an, und weil die rauhe Eselshaut sie so gar arg entstellte, niußte das arme Kind anfänglich viele Neckereien und grobe Späße von der übrigen Die-

