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daß sie denselben in einem großen Kummer suchen müßten, und sagten dies der Königin. Die arme Mutter, in ihrer liebevollen Zärtlichkeit, bat nun den Prinzen, ihr seinen Kummer zu entdecken, indem sie ihm versprach, Alles aufzubieten, seine Wünsche zu befriedigen, selbst wenn er verlangte, daß sein Vater vom Throne steigen und ihm Scepter und Krone übergeben sollte. Ferner bat sie ihn, er möchte es doch nur sagen, wenn er Ursache habe, sich über irgend Etwas zu beklagen. Es solle Alles geschehen, was er begehre, nur möge er sich nicht zu Tode grämen, wenn er nicht auch seinen Eltern das Herz brechen wolle.
Während die Königin dem Prinzen so rührend zusprach, weinte sie laut und bedeckte seine Hand mit Küssen und Thränen.
„Ach, meine theure Mutter," erwiderte der Prinz mit seiner schwachen zitternden Stimme, „ach, wie sollte ich wohl Gelüsten nach der Krone meines Vaters tragen, den ich so sehr liebe? — Nein, nein, nach Solchem verlangt mein Herz nicht!"
„Ich bitte dich, mein lieber Sohn, so erkläre denn, was dein Herz bedrückt," antwortete die Königin. „Du wirst mir und deinem Vater das Leben erhalten, wenn du frei heraussprichst, und ich schwöre dir, daß du auf jede Weise zufrieden gestellt werden sollst."
„Nun wohlan," erwiderte der Prinz, „so will ich dir denn mein Begehren gestehen. Ich wünsche, daß Eselshaut mir eigenhändig einen Kuchen bückt gnd ihn selber in mein Zimmer schickt, um ihn mir zu übergeben."
Die Königin, erstaunt über den seltsamen Namen, fragte den Prinzen, wer denn Eselshaut wäre? —

