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„Ach, gnädigste Frau," sagte einer von den umstehenden großen Herren, welcher das arme Mädchen zufällig einmal gesehen hatte, — „Eselshaut ist das häßlichste Geschöpf, welches jemals die Sonne beschienen hat. Ihre Haut ist schwarz und schmutzig, und sie thut die niedrigsten Dienste bei einer Meierin, die vor dem Thore der Swdt wohnt."
„Ei, das schadet nicht," antwortete die Königin. „Mein Sohn hat vielleicht einmal bei der Rückkehr von der Jagd einen Kuchen auf der Meierei gegessen, und gewiß hat dieser ihm so gut geschmeckt, daß er aus Verlangen darnach krank geworden ist. Darum befehle ich, daß Eselshaut ihm schnell einen Kuchen backen soll."
Sofort wurden Boten nach der Meierei geschickt, welche Eselshaut suchen und ihr sagen mußten, daß sie nach ihren besten Kräften einen Kuchen für den Prinzen backen möchte.
Als nun die Boten zu Eselshaut kamen, welche den schönen Prinzen ebenfalls gesehen und nicht wieder vergessen hatte, da war sie sehr erfreut, ein Mittel gefunden zu haben, sich dem Prinzen kenntlich zu machen. Sie schloß sich sogleich in ihr Kämmcrchen ein, warf das häßliche Fell von ihrer Schulter, wusch Gesicht und Hände blank und rein, kämmte ihr schönes, blondes Haar, legte ihr schönstes Kleid an und ging ohne Zögern an's Werk, den ersehnten Kuchen zu backen. Sie bück ihn aus lauter Zucker und Eiern und frischer Butter, und als er beinahe fertig war, zog sie einen funkelnden Smaragdring von ihrem Finger und drückte ihn mitten in den Teig hinein. Darauf machte sie das Gebäck über dem Feuer gar, hing ihre Eselshaut wieder um, und gab

