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Ja, mein gnädigster Herr," erwiderte die Prinzessin schüchtern.

So zeige mir deine Hand," sagte er mit einem tiefen Seufzer.

Aber wie war er überrascht, und wie staunten der König, die Königin und die Hofdamen und Kammer­herrn ringsum, als nun aus der rauhen und häßlichen Eselshaut ein Händchen hervorkam, so weiß und klein, und rein und glänzend, als ob es aus lauter Rosen und Lilien gewoben wäre! Ohne Hinderniß schob der Prinz seinen Ring an den kleinen niedlichen Finger, und nun ließ die Prinzessin ihre Eselshaut von der Schulter fallen, und plötzlich stand sie strahlend im Glänze der Schönheit vor dem verwirrten Prinzen, der jetzt zu ihren Füßen sank und die kleine Hand der er- röthendcn Jungfrau an seine Lippen drückte. Der König aber und die Königin schlössen sie in ihre Arme und fragten sie, ob sie die Gattin ihres Sohnes und ihre geliebte Tochter werden wolle?

Die Prinzessin, ganz verwirrt von diesen Beweisen der Liebe, konnte noch keine Worte finden, ihre Freude auszudrücken, als sich plötzlich die Decke des Saales öffnete, und in einem köstlichen Wagen von grünen Zweigen und bunten Blumen Fee Lila unter die An­wesenden herniederschwebte, und mit wenigen Worten die Geschichte der Prinzessin mit der Eselshaut erzählte.

Ihre Erzählung verursachte neue Freude, und mit doppelter Liebe drückten König und Königin die lange verkannte Eselshaut an ihr Herz, da sie nun vernom­men hatten, daß ihre Schwiegertochter eine vornehme Prinzessin sei. Der Prinz aber liebte sie schon so innig,

Hoffmann, Volksmärchen. 6. Aufl. 5