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bellen sie nun die vielen Zimmer und Stuben und Säle, wo immer einer schöner wie der andere war. Sie stiegen sogar in ein großes Gemach in die Höhe, wo Blaubart sein überflüssiges Hausgerüth aufzubewah­ren Pflegte, und hier waren sie nun erst recht über­rascht. Da gab es eine Fülle von köstlichen seidenen Tapeten, von Betten, Sophas, Armstühlen, Tischen und Spiegeln, in denen man sich vom Kopf bis zu den Füßen sehen konnte, und deren Rahmen von lauter ge­diegenem Golde und Silber waren. Alle die Frauen und Mädchen mußten gestehen, daß sie in ihrem ganzen Leben noch nicht so viele Herrlichkeiten erblickt, geschweige denn besessen hätten, und Manche gab es sogar unter ihnen, die Blaubart's Frau nicht wenig beneideten. Sie priesen sammt und sonders das Glück ihrer Freun­din, welche sich indessen am Wenigsten über den Anblick der Schätze erfreute, obgleich sie dieselben ihr Eigenthum nennen durfte. Sie dachte an weiter Nichts, als an die verbotene Thür und verging beinahe vor Ungeduld, sie zu öffnen.

Endlich stieg ihre Neugierde so hoch, daß sie es in der Mitte ihrer Freundinnen nicht mehr aushalten konnte. Heimlich stahl sie sich von ihnen hinweg, flog in großen Sprüngen die Treppen hinunter, und war so eilig und hastig, daß sie auf den Stufen mehrere Male ausglitt, und beinahe gefallen wäre.

Als sie aber vor die Thüre des kleinen Zimmers gelangte, da kam ihr doch ein leises Grauen an und sie gedachte des Versprechens, das sie ihrem Gemahle ge­geben hatte. Eine geheime Stimme flüsterte ihr zu, von dem bösen Vorhaben abzulaffen, und drei Mal wandte