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Zimmer, um sich von dem furchtbaren Schrecken zu erholen. Aber lang dauerte es, bis sie ihre Besinnung wieder erlangte, und nun bemerkte sie mit neuem Entsetzen, daß der goldene Schlüssel ganz mit Blut überzogen war. Sie stand auf und ging an den Brunnen, um ihn abzuwaschen. Aber wie sie auch wusch, und wusch, und sich die zarten Finger wund rieb, das Blut wich und wankte nicht von dem Schlüsiel. Sie schabte daran mit dem Messer, bis das helle Gold zu Tage kam; aber wenn sie die eine Stelle blank hatte, so war die andere schon wieder blutig, und alle ihre Mühe zeigte sich nutzlos; denn der Schlüssel war gefeit und bezaubert und Niemand als Blaubart vermochte ihn wieder zu säubern.
Den ganzen Tag brachte die arme Frau in der größesten Angst zu, und ihre Furcht stieg auf's Höchste, als sie am Abende Hufschlag auf dem Schloßhofe vernahm und gleich darauf Blaubart, ihr Gemahl, in ihr Zimmer trat.
„Wundere dich nicht, daß ich so früh zurückkehre," sagte er zu seiner Gemahlin. „Ich habe unterwegs einen Brief bekommen, der nun meine Reise unnöthig macht!"
Die Frau, obgleich sie innerlich vor Angst beinahe verging, stellte sich doch sehr vergnügt über seine Rückkehr, und da er ihr seine Schlüssel nicht wieder abforderte, so glaubte sie für diesmal noch der Strafe für ihre Neugierde zu entgehen. Aber ach, sie täuschte sich, denn am folgenden Morgen bat sich ihr Gemahl die Schlüssel aus, und mit zitternder Hand reichte sie ihm alle hin, bis auf das goldene Schlüsselchen, welches

