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die Angelschnur bei. Wenn er diese einmal in der Hand hat, geht ihm der Fisch so leicht nicht durch, wie ihm schon öfter geschehen. Es ist eine sehr unangenehme Sache, wenn man Stunden lang geduldig gewartet hat und endlich einer angebissen hat und dann, ehe man ihn ans
Land bringen kann, sich wieder loszappelt. Da heißts aufpassen und den rechten Augenblick in Acht nehmen. Wer zu hastig zugreift, verliert den Fisch eben so leicht wieder, als der, welcher zu lange zögert, ihn ans Land zu ziehen.
Zweites Bild.
Die bischer.
Diese Leute sind arme Fischer. Sie wohnen in niedern Hütten am Seestrand oder am Ufer eines großen Flusses und leben vom Fischfang. Zwei sind eben damit beschäftigt, ein großes "Netz zum Trocknen aufzuhängen. Der Eine wirrt es am Boden auseinander; der Zweite hängt es auf die Pfähle, während der Dritte, das Ruder auf der Schulter, den Eimer in der Hand, sich anschickt nach Hause zu gehen. Links sieht man einen Kahn im Wasser, worin Ruder und ein Netz zu bemerken sind und in welchem die Fischer nach fischreichen Stellen fuhren, um dort den Bewohnern des Wassers nachzustellen. Das große Netz ist an dem Saume mit Korkstücken eingefaßt. Dadurch schwimmen die Enden immer auf der Oberfläche des Wassers, spannen das Netz aus und zeigen an, wo es liegt. Was rechts vorn an der. Erde liegt, sind Reussen, womit man auch Fische fängt. Es sind nämlich von dünnen Weiden geflochtene Körbe, an deren Eingang die Weiden inwendig vorstehen, aber nach innen gerichtet sind, so daß die Fische wohl hinein, aber nicht wieder heraus können, wie die Maus in der Mausfalle von Draht. Außerdem giebt es noch Hamen, das sind kleine sackförmige Netze an einem hölzernen Gabelstiel und Hcbnetze, die flach ausgespannt und an langen Stangen befestigt sind.
Fischersleute sind wunderliche Menschen. Sie leben den größten Theil des Tages, oder auch der Nacht im Freien, auf dem Wasser und schlafen in einsamen Hütten, entfernt von den
anderen Menschen. Daher begegnen ihnen auch allerlei wunderbare und merkwürdige Dinge, die andern Leuten nicht vorkommen. Alan erzählt deswegen von Fischern gar Vieles, was wahr und was nicht wahr ist; unter andern auch folgendes Mährchen:
*Der Fischer und seine Frau.
Es war einmal ein blutarmer Fischer, der wohnte mit seiner Frau in einer alten Härings- tonne dicht am Meere. Alle Tage die der liebe Gott werden ließ, ging de» Fischer hin und angelte; und als er denn auch eines Tages einmal draußen am Strande saß und die Blicke nicht von der Angel verwandte, fing er einen großen Butt.
Das sind nun ganz besondere Seefische, die ihre beiden Augen stets auf einer Seite haben; mit diesem Butt hatte es aber noch eine ganz eigene Bewandlniß. Denn sobald ihn der Fischer aus dein Wasser gezogen, sagte er: „Ach, ich bitte Dich recht sehr, mach' mich nicht todt! Ich bin kein rechter Butt, ich bin ein verwünschter Prinz. Wirf mich daher wieder ins Wasser und laß mich schwimmen."
„Ei," meinte dazu der Fischer, „da braucht's des Geredes nicht soviel! Einen Butt, der sprechen kann, hätte ich ohnedies nicht behalten." Und damit warf er den Fisch wieder ins Wasser.
Als der Fischer wieder heim zu seiner Frau kam, erzählte er ihr, was ihm mit dem Butt

