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Ständen seines Reiches ein. Dieser großen Versammlung stellte er sein Kind als seine Nachfolgerin vor und setzte ihr sogleich die Haidekrone auf, die noch nie einen so schö­nen Kopf geziert hatte. Bon da an weihte der Fürst sie selbst in alle Geschäfte ein und übergab ihr die Regierung. Die schöne Erica zeigte, daß sie von Anna Susanna ab­stamme, und ihr Bater brauchte sie nicht erst zu belehren, daß Gute die beste, dauerndste Klugheit sei. Nur einen Wunsch ihres Volkes zu erfüllen hatte sie gar keine Lust, nämlich sich zu vermahlen, hauptsächlich deshalb, weil sie ihrem Gemahl nie ihre Würde und das Herrscheramt hatte übertragen dürfen. Dennoch wimmelte ihr Hof bald von zungen Prinzen und Grafen, die ihre Neigung zu gewinnen hofften. Ihr war dieses Treiben lästig, desto mehr gesiel es den Hoffräuleins, Fräuleins von Immortcll, Waldhahn, Augentrost, Leberthran, und wie sie alle hießen, selbst die Kammerfrauen, Mamsellen Gänseblum und Sauerklee, hat­ten sich nun immer etwas Neues zu erzählen.

Besonderes Aufsehn machten zwei von diesen Herren. Lord Ginster, ein junger vornehmer Engländer, hatte sich erst kürzlich in der Gegend angekauft, man flüsterte, auö Liebe zu der Fürstin Erica. Dies war ein ernster, stiller Mann, etwas steif; wenn es ihm aber vergönnt ward, mit der Fürstin zu sprechen, so leuchteten seine Augen, und sein Gespräch war das geistreichste, was man am Hofe hören konnte. Der Andre war Raupgraf Udo, ein häßlicher