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W u rz e l m ä n n ch e n.

einer kleinen Stadt im Magdeburgischen, die wir Kohl heim nennen wollen, lebte einmal ein Gärtner mit seiner Frau, das waren sehr gute Leute. Obgleich sie nur ein einziges Töchterchen hatten und noch gar nicht alt wa­ren, nannte doch die ganze Nachbarschaft dies Ehepaar: Vater Franz und Mutter Martha. Erst hatten alle Kin­der sie so genannt, dann gewöhnten sich's die Erwachsenen auch an, und schüttelten den beiden Leuten gern dabei freund­lich die Hand. Vater Franz und Mutter Martha waren gar nicht reich; wenn sie nicht so fleißig und ordentlich ge­wesen wären, hätte eS ihnen vielleicht manchmal gefehlt, besonders da Frau Martha mehr Essen zu kochen pflegte, als sie Beide und klein Lehnchen aufzehrten, und in den langen Winterabenden mehr Wolle und Flachs spann, als sie für ihren Hausstand brauchte. Ihre Nachbarn waren meist arme Tagelöhner, die Abends müde nach Hause ka-