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sich beim Fürsten und zog von bannen, seinen Vater zu suchen, nachdem er vorher seine guten Pflegecltern und die Lilienbucht besucht hatte. Frau Lilie beschrieb ihm genau den Weg, den er nehmen müsse, um den Rhein zu erreichen, dann jenseit die Lahn zu finden, und wo er diesen Fluß wieder verlassen müsse, um die Besitzungen und die Burg seines VaterS zu suchen. Sein Gedächtniß bewahrte treu jedes Merkmal, was sie ihm angab, er hoffte den Weg nicht zu verfehlen. Die Lilie gab ihm noch drei LilienknoSpen, mit der Weisung, eine ins Wasser zu werfen, wenn er in Noth sei, und dabei auüzusprcchen, was er wünsche, dann wolle sie ihm beistehn. Bruno dankte ihr innigst gerührt, Frau Lilie neigte sich tiefer, berührte seine Stirn wie mit einem leisen Kusse, hauchte Lebewohl und schwamm langsam davon. Als der nächste Morgen graute, schied Bruno von Melchior und Beate, die sehr traurig waren. Auch ihm wurde der Abschied sehr schwer, es war ihnen Allen, als würden sie sich nie wiedersehn.
Seine Reise ging trefflich von Statten, bis er den Rheinstrom erreichte. Hier fand er weder Brücke noch Fähre, an ein Durchschwimmen des raschen Stromes war nicht zu denken, und kein Mensch zu erspähen, den sie um Rath und Hülfe ansprechen konnten. Bereits mehrere Stunden lang hatten sie vergeblich gesucht und gewartet, ehe dem ungeduldigen Bruno seine LilienknoSpen einfielen. Jetzt warf er eine in den Storm und sprach dabei: „O Welle,
»ret im Walde. 4

