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weltliche Rücksichten hatten bestimmen lassen, in die Verbindung mit Karl einzuwilligen, und daß dabei jeder Gedanke ferne von ihnen geblieben war, sie handeln unklug: sie war aber fest entschlossen, wenn es nicht durchaus nothwendig wäre, nie mehr von den Fehlern ihres Mannes zu sprechen.
Herr Falconer fragte oft nach seinem Enkel; er betete inbrünstig für ihn und segnete ihn. Während der Dauer seiner Krankheit hatte er einige Zwiegespräche mit seinem Schwiegersohn, welche Karl» sehr zu Herzen zu gehen schienen.
Die Abwechselung der Ruhe und der Trübsal'hatte die gewöhnliche heilsame Wirkung auf Sophien; dieVesorgniß wegen ihres Vaters milderte ihre Bekümmerniß etwas, indem sie dieselbe vertheilte, und es war einiger Trost für sie, die demüthige und reuige Miene zu sehen, mit weicherer seinem nahen Ende entgegenblickte. Nach Vcrfluß von drei Monaten starb er in dem Glauben und der Hoffnung eines Christen.
Etwa einen Monat nach dem Tode Herrn Falconers stieg Lady Seymour, welche gerade durch die Gegend reiste, aus dem Edelsitze des Herrn Lindleton ab, um bei ihrem Neffen und ihrer Nichte einen Besuch von mehreren Tagen zumachen. Es waren beinahe zwei Jahre, seit sie nicht mehr da gewesen war; aber da der alte Lord Lindleton in's Aus- land gezogen war, fühlte sie sich nicht mehr so lebhaft zu diesem Besuche veranlaßt.
Gleich am Tage nach ihrer Ankunft auf dem Edelhvf kam sie zu Sophien, und wie betroffen war sie, als sie das Aussehen der jungen Frau und den Ausdruck ihrer Züge so ganz
Jugendbibl. IV. 2

