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die Mittheilung des Arztes sah sie leicht, daß Karl wahr­scheinlicherweise die Gesundheit und Kraft nicht mehr er­langen würde, von der er einen so schlechten Gebrauch ge­macht hakte.

So oft sie mit ihm allein war, nahm sie Gelegenheit, frei mit ihm zu sprechen und ihm ihre Meinung darüber zu sagen, wie sehr er sich versündigt habe, namentlich gegen seine Frau und Kinder, und hauptsächlich gegen den Himmel. Sie stellte ihm vor, daß sein Leben und seine Kraft, Wohl­thaten, für welche er nie seinem Schöpfer gedankt hatte, nun aller Wahrscheinlichkeit nach verloren seien, und daß er nur noch sehr kurze Zeit habe, um sich mit seinem Gott und seinem Heiland zu versöhnen.

Karl dankte seiner Tante dadurch, daß er alles, was sie ihm sagte, mit Anerkennung und aufrichtigem Interesse auf­nahm, und sie war der festen Hoffnung, Gott werde wirklich in seinerBrust die Gefühle tiefer Reue erwecken, anderen Belebung bei ihm ihr so viel lag. Sie vermochte es über ihn, daß er den Geistlichen der Gemeinde zu sich kommen ließ, einen Mann, welchem sein Lebenslauf wohl bekannt war.

So nahm Lady Seymour voll Hoffnung den letzten Ab­schied von ihrem geliebten Neffen, als die Umstände ihr ge­boten, nach Hausezurückzukebren. Ihre Hoffnungen waren auch wirklich nicht vergeblich, denn sie stützten sich auf das Vertrauen, daß inbrünstiges, gläubiges Gebet früher oder später erhört werden müsse.

Nicht lange nach ihrer Abreise, während Karls Gedächt­niß noch voll von den Gesprächen und Mahnungen seiner Tante und dem Zuspruch seines allen Freundes, des Geist-