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ein schwacher, blasser, abgemagerter GreiS geworden, welcher der Beibülfeseiner Umgebung eben so nölhig hatte, als sein kleines Töchterlein: für das gläubige Auge jedoch war dieser Abend seines Lebens gerade die heilsamste, glücklichste Zeit desselben.
Sechstes Kapitel.
Seit dem letzten Schlaganfall ging es mit Karls Gesundheit in schneller Abnahme immer schlimmer, so daß zuletzt auch nicht die entfernteste Hoffnung auf Besserung mehr da war. Lange Monate blieb erbet vollkommen lebhaftem Verstand; er konnte, so weit es seine Sprachwerk- zeuge erlaubten, mit seiner Umgebung ein ziemlich ungezwungenes Gespräch führen, und so war er im Stande, ein gültiges Zeugniß seiner Reue zu geben. Jedes kostspielige Möbel in der Haushaltung war, da es ihm als eine Erinnerung an vergangene Verschwendung erschien, ein schmerzlicher Anblick für ihn, weßhalb man dergleichen sorgfältig aus seinen Augen entfernte.
Den größten Theil seiner Zeit brachte er in Sophkenö Ankleidezimmer zu, welches die Einfachheit der alten Mö- blirung beibehalten hatte. So oft er die Gegenwart seiner Kinder ertragen konnte, brachte man sie ihm: er betete inbrünstig für sie beide, plauderte freundlich mit dem kleinen Karl, und äußerte oft mit tiefem Gefühl seine ernstliche Hoffnung, daß der Knabe einstens ein besserer Mann werden würde, als sein Vater.
Sopbiens ruhiges Gespräch, die Besuche des Pfarrers, vor Allem aber die Bibel und häufiges Gebet wurden für ihn

