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und ging siegreich aus jeder Probe hervor.Nein, Popi- lius, hoffe nicht, das Geheimniß meinen Lippen zu ent­reißen; ich trotze deiner Bosheit, denn ich mußte ebenso niedrig und ehrlos seyn als du, wenn ich den, dem ich das Leben zu verdanken habe, einem so Niederträchtigen, wie du, verrathen wollte." Dies war seine einzige Antwort.

Durch diese Schmähung gereizt befahl Popilius Lenus seiner blutdürstigen Rotte, die Qualen des Schlachtop­fers noch zu vermehren. Alles dies brachte Iunius nicht dazu, ein Wort zu gestehen, obgleich seine krampfhaft ver­zogenen Lippen und seine bebenden Glieder den inneren Kampf verriethen. Er blieb ruhig, und das gefährlich« Geheimniß ging nicht aus seinem Munde.

Der grausame Tribun, dessen niedrige Seele eine edle Gesinnung nicht zu fassen vermochte, und dem Kindesliebe etwas Fremdes war, wunderte sich, daß ein so zart ge­bauter Körper eine so starke und ungebändigte Seele in sich schließen sollte, daß eine so junge Brust das Feuer aushalten konnte, daß er erlitt, wie seine Adern bloß gelegt wurden, und er doch seine zuckenden Lippen zurück­hielt, ein Gebeimniß zu offenbaren, dessen Entdeckung al­len seinen bittern Qualen ein Ende machen konnte. Po­pilius war überrascht und erstaunt, aber nicht gerührt, als er den Jüngling seinen Schmerz mit solchem Helden­muth tragen sah. Er war entschlossen, ein Bekenntniß von ihm zu erzwingen, und verdoppelte Iunius Qualen. Der Geist war mächtig, der zerschmetterte Körper, der ihn einschloß, schwach, die tödtliche Pein entlockte dem gefolterten Jüngling einen schwachen Schrei (so schwach,