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große Reichthümer in Ostindien angehäuft hatte. Man hatte lange keine Nachrichten mehr von ihm gehabt, und die . Hoffnungen auf die glänzendeErbschaft begannen schon zu sinken, als auf einmal ein Brief von Bcngal ankam, worin der Onkel sagte, daß er bei seinem vorgerückten Alter wünsche, seine Nichte bei sich zu sehen; wenn aber ihre Jugend ihr die Reise nicht wünschenswert!, mache, so möchte man ihm eine vertraute Person senden, mit welcher er hinsichtlich des Vermögens, das sie beerben sollte. Alles in Richtigkeit bringen könnte. Emilie hatte kaum ihr fünfzehntes Jahr erreicht, und Herr Stevens war der Meinung, daß sie viel zu jung sei, um sich den. Unbequemlichkeiten und Gefahren einer so langen Reise auszusetzen; er zog daher vor, einer vertrauten Person Vollmacht zu geben, und wählte zu diesem Behuf seinen Buchhalter Wilhelm. Dieser übernahm den Auftrag mit großem Vergnügen. Abgesehen von den großen Vortheilen, welche Emiliens Onkel zusagte, freute er überhaupt sich sehr darauf, Ostindien zu sehen. Er blieb zwei Jahre in Calcutta, wo er die Freundschaft von Emiliens altem Onkel in solchem Grade gewann, daß dieser ihn gar nicht mehr nach England zurückkehren lassen wollte. Bald darauf starb der gute Mann, und Wilhelm fand zu seinem großen Erstaunen, daß der Alte ihm eine ziemlich mäßige Summe für seine Rückreise nach Europa angewiesen hatte, und ihm auftrug, sein versiegeltes Testament und sein ganzes in Banknoten verwechseltes Vermögen für seine Nichte mit sich zu nehmen. Obgleich durch diesen Unstern unangenehm betroffen, murrte Wilhelm nicht über sein Schicksal. Seine kluge Sparsamkeit und die werthvollen Ge-

