lag
als der jüngere Theil der Familie noch nicht erzogen war. Eduard nabm sich zwar ihrer Erziehung an, aber nie konnte er diese armen Waisen^anseben, ohne den bittern Gedanken, daß er es war, welcher anS Uubedacht- sam'eit die Wunde geschlagen hatte, die, beide Eltern so frühe unter den Boden brachte.
Eduards Frau war untröstlich über den Verlust ihres Vaters. Um ihren Kummer zuzerstreuen, machte Eduard häufige Ausflüge mir ihr in die benachbarten Orte. Eines Tags nahm er sie mit auf den Jahrmarkt an jenem Orte, wo er einige Jahre zuvor in ganz anderer Gemüthsstimmung gewesen war. Bei ihrer Ankunft au dem Kreuzwege, wo er absichtlich damals einen Reisenden irre geführt hatte, erinnerte er sich mit Reue der Unwahrheit von damals, und er stand auf dem Punkt, diesen Umstand seiner betrübten Gattin zu erzählen, aber eine gewisse Scham hielt ihn davon zurück.
Nachdem sie den Markt besucht und sich an allen den verschiedenen Scenen ergötzt hatten, speisten sie zusammen an der Wirthstafel des besten Gasthofs, wo hübsche kleine Waaren zum Verkauf umhcrgebotcn wurden; dies geschah durch die Kellner, welche sich für die Verkäufer derselben verwendeten. Unter anderem waren einige hübsche Körbchen von Pappe bei den Waaren. Eduard untersuchte sie mit besonderer Aufmerksamkeit; sie erinnerten ihn an Anton Stevens, den Spielkameraden seiner Kindbett, der sehr geschickt in Papparbeiten war, und damit manchen Winterabend hindurch sich beschäftigte. — „Wer macht diese Körbchen?" fragte Eduard einen der Kellner. — „Der Mann, der dort neben der

