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8- Der Gänsedi'eb.

Bei diesem Spiele muß die Zahl der Theil- nchmcr ungleich seyn. Einer tritt mitten in die Stube, die Andern, die sich angefaßt haben, stel­len sich um ihn her, tanzen und singen:

Wer meine Gans gestohlen hat, der ist ein Dieb.

Wer sie mir aber wieder giebt, der ist mir lieb.

Die letzten Worte werden wiederholt, und die HLnde, sobald die letzte S»lbc berührt wird, losgelassen. Jeder sucht seinen Nachbar zu er­häschen, und sich mit ihm im Kreise zu drehn, bis der Gesang beendigt ist. Dasselbe muß auch der thun, welcher in der Mitte steht. Versieht er es, Jemanden zu erhäsche», und bleibt allein stehen, so beginnt der Tanz um ihn her von Neuem; gewinnt er aber einen Tänzer oder eine Tänzerin, so muß derjenige an seinen Platz tre­ten, der ohne Mittänzcr allein steht.

Das größte Vergnügen macht dieses Spiel dann, wenn kein Einziger verschont, sondern Je­der der Gänsedicb wird, und der am Ersten, der es am sorgfältigsten zu vermeiden sucht. Das geschieht aber sehr leicht, weil es nur auf die Nachbarn und auf die Schnelligkeit ankommt, mit der sie beim Anfange der letzten Sylbe los­lassen, und sich hier- oder dahin nach einem Gesellschafter wenden.