13. Der hohe Wirth.
Ich kenne einen weiten Tisch, der deckt sich immer wieder neu, und das Getränk rinnt kühl und frisch, ob es auch heiß in Lüsten sei; und nie verstummt die Musika, die um ihn tönt zu Preis und Lob, und Kerzen sind gar herrlich da, wcnn's bis zum Abend sich verschob.
Den Tisch hat Gott der Herr gedeckt mit seinem Teppich grün und schön, und reich die Lust in uns erweckt, daß wir daran mit Freuden gehn; er ist der große, güt'ge Wirth, der Allen spendet reichlich aus, und selbst wenn einer sich verirrt, ihn wieder freundlich führt ins HauS.
Der Erde hat er aufgethan den Schovß zu Gaben tausendfach; da darf der Mensch nur frei sich nahn, und laben sich am Perlenbach, und sätt'gen sich an Frucht und Halm, und nichts verlangt der Wirth dafür als einen stillen, frommen Psalm, ein herzliches: Wir danken dirl
Und aufgeschichtet auch ein Bett für alle Gaste treu und gut,

