fd'Iafett statte, eilte sie na* dem Stäbchen leS ©reifes hin Sie fand die Hausthür unverschlos­sen, trat auf die Flur und wurde augenblicklich von einer Angst, deren Ursache sie nicht beulen konnte, überfallen. Wenn er krank wäre, dachte sie, »ieUeiitt gar todt im Belle läge? Auf ein­mal fing ein Hund an zu bellen. Sie erkannte es an seiner Stimme, daß es der ihre war, den sie einst das Leben rettete. Stille, stille, treues Thier, tagte der Alke in der Stube mit schwa- cher Stimme, du irrst dich, es ist kein Frem­det da.

' Louife wagte es noch nicht, die Thür zu öffnen, blieb ein Weilchen vor derselben stehn und härte den Greis weiter reden: \ii wird mich nicht versasien, wenn sie nur erst den ersten Schmerz, der immer der heftigste ist, überwun­den hat. Wen» sie'« wüßte, wie mein Herz mit ihr weint, wie bereit i* bin, sie zu trö­sten, sie käme gewiß bald zu mir! Guter Ju­lie, vielleicht kommt sie um so eher zu mir, wenn sie dich vermißt und sucht dich hier. . . . Acht wie oft kamst du-mit ihr zu mir, wenn sie mir wohlthuend mehr gab, als mein Aller bedurfte»