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fertig. WaS aber ihr Betragen betraf, so fehlte sie nie gegen die Regel: was du rotirfl, daß dir die Leute thun sollen, das thue ihnen auch. Sie konnte kein Geschöpf beleidigen, keiircm Menschen wehe thun. Ueberhaupt schien sich der ganze Charakter der herrlichen Louise auf sie fortzupflanzen. Mit inniger Liebe sprach sie oft von ihren. Acltcrn, besonders von der Mutter, verrieth aber nie eine ängstliche Sehnsucht, nach ihnen zurückzukehren. Sie hatte sich an ihre Lage gewöhnt, fühlte sich in derselben glücklich und hätte sie um alles in der Welt nicht mit einer andern vertauscht.
Nach Verlauf eines Jahrs, wo Louise von der Frau von Belzig mehrere Geschenke von Werth erhalten hatte, übersandte sie ihrer Mutter dreißig Stück Friedrichsd'or als Pensionsgeld für ihr Kind, und bat zugleich schriftlich, die Kleinigkeit als einen schwachen Beweis ihrer unbegrenzten Dankbarkeit anzunehmen.
Der Amtmann im Dorfe halte gegen die Amtmann Dörner, weil er wußte, in welchem Verhältnisse sie mit dem Gutsherrn stand, theilt

