tiefen Traurigkeit, in das Zimmer. Sie ging auf den Doktor Berthes zu und ergriff seine Hand mit den Worten: Bester Herr Doktor, mich hat sehnlich nach Ihnen verlangt. Meine Mut­ter ist sehr krank. Erhalten Sie mir das Leben dieser Theuren; so haben Sie mein Glück für diese Welt begründet. Ich kann, ich wünsche nicht ohne sie zu leben.

Die Weichheit des Tons, mit dem Seuife diese Worte sprach, die stille, aber tiefempfun­dene Wehmuth, die in ihrer Mine, in ihrem ganzen W sen lag, rührte den Arzt und er sag­te: hatten Sie sich versichert, daß ich für Ihre edle Mutter alles thu, die mir als eine sür- treffliche Frau bekannt ist. Es soll mich in der Seele freun, wenn meine Bemühungen diesmal ein erwünschter Erfolg krönt.

Er untersuchte d-n Krankheittzustand der Amtmann Dörner und fand ihn sehr bedenklich» Da er wohl merkte, daß Louise ihm scharf inS Auge faßte, um sein Urtheil über da« Befinden der Mutter, aus seinem Gesichte zu lesen, un­terdrückte er alle Zeichen seiner Besorgnisse.