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WaS so manch,m Menschen so schwer wird, die Liebe und Freundschaft ihrer Mitmenschen zu gewinnen, dar gelingt dem Arzte leicht. Der dankbare, wieder genesene Kranke, glaubt ihm seine Gesundheit, sein Leben schuldig zu seyn, und betrachtet ihn als den Retter des höchsten Gutes, was wir in der Welt haben. Für die Gesunden, die den Verlust des theuren Kranken fürchten, um den sie wehklagten und weinten, ist der Arzt, wenn er ihn ihrer Liebe wieder giebt, und durch die Heilung desselben sie von dem schmerzlichsten Kummer befreit, ein Wohl­thäter, dessen Güte nicht genug vergolten wer­den kann. Louise fühlte Liebe, Dankbarkeit und Vertraun gegen den Doktor Berthes, und ge­lobte ihm ein unzerstörbares Denkmal des Wohl­wollens und der,Freundschaft in ihrem Herzen zu errichten, wenn es ihm gelingen sollte, ihre Mutter wieder gesund zu machen.

Er hatte sich, wie das gewöhnlich der Fall ist, wenn wir von einer Person reden hören, die wir noch nie gesehn haben, von Louisen ein Bild entworfen, das ihm ein angenehmes, lieb­reiches, bescheidenes Mädchen darstellte; aber