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konnte, um die Amtmann BLrner wieder gesund zu machen. Er war Zeuge der rührendsten Beweise edler, wahrer ^Kindesliebe, die Louise ihrer kranken Mukter gab, und der unschätzbare Werth dieser herrlichen Mädchenseele war in seinem Herzen entschieden. Sie lernte ihn dagegen nicht allein von der rühmlichen Seite seiner Ge» schicklichkeit, sondern, was sie noch weit mehr intereffirte, als einen theilnehmenden, mitleidsvollen, gütigen Mann kennen. Er war eS, der die Sterblichkeit im Dorfe überhaupt verminderte, der die Aermsten in ihren Hütte» besuchte und ihnen unentgcldlich Arznei verschrieb und reichte. Seit er, wie ein wohlthuender Geist in das Dorf trat, verstummten die Tvd- tenglocken. Der Prediger, der die Amtmann Körner besuchte und Louisen tröstete, nannte ihn einen Menschenfreund, dessen edle Thaten ein öffentliches Ehrcndenkmal verdienten. Eben von dem Prediger wurde der Doktor Berthe- noch mehr versichert, daß die Amtmann Dörner und Louise zwei Menschen wären, die die Liebe und Achtung aller Redlichen verdienten.

